„Deutschlands Fun- und Extremsportler werden immer vielseitiger“
Sportler des Jahres 2011
Action Sports Awards 2011: Die Multitalente beeindrucken!
Die Gewinner der Action Sports Awards sind ermittelt und in diesem Jahr zeichnete sich ein interessanter Trend ab. Die Sportler sind nicht mehr so festgefahren auf nur eine Sportart, zwei der diesjährigen Gewinner betreiben sogar gleich zwei Extremsportarten. Um sowohl im Winter als auch im Sommer auf dem Brett zu stehen, wird zwischen den Jahreszeiten das Sportgerät kurzerhand ausgetauscht. Im letzten Jahr ist stark aufgefallen, dass Deutschlands Fun- und Extremsportler immer jünger werden. Dieser Trend ist auch in diesem Jahr wieder zu verfolgen.
Und das sind die Gewinner des Jahres 2011:
So bringt ein unglaublich erfolgreiches Jahr dem erst 17-jährigen Philip Köster bereits zum zweiten Mal in Folge den Titel „Windsurfer des Jahres 2011“ ein. Nach seinen unglaublichen Erfolgen in diesem Jahr, welche die Windsurfgemeinde mit Stolz erfüllen, hat Köster den Titel mehr als verdient. Mit seinen zarten 17 Jahren ist er der erste deutsche Weltmeister im Wellenreiten. Köster war in diesem Jahr in aller Munde und ist in vielen TV Shows aufgetreten. Das auf Gran Canaria lebende Wunderkind ersurfte sich die Herzen aller Generationen. Zu Recht ist Köster zum „Windsurfer des Jahres 2011“ gewählt worden.
Der Gewinner des Titels „Wakeboarder des Jahres 2011“ heißt Felix Georgii und ist ein echtes Multitalent. Georgii ist unser Brettspezialist und sowohl Profi- Wakeboarder, als auch -Snowboarder. Vor rund einem Jahr gab er Wakeboarden noch als sein Hobby an, nun ist er bereits „Wakeboarder des Jahres“. Und die Konkurrenz war mit Vorjahressieger Frederic von Osten, Dominik Gührs, Steffen Vollert und Nico von Lerchenfeld groß. Georgii ging eher als Außenseiter ins Rennen, mit seinem Sieg hat er selbst wohl am wenigsten gerechnet. Es scheint, als wären die Fans besonders von seiner Vielseitigkeit begeistert. Fast wäre Georgii sogar noch für den „Snowboarder des Jahres“ Award aufgestellt worden, ihm fehlte hier nur eine Stimme.
In einer anderen Wassersport-Kategorie der Action Sports Awards, dem Kitesurfen, konnte sich ein weiterer Nachwuchsstar durchsetzten. Florian Gruber feierte gerade seinen 18. Geburtstag und ist in seinen jungen Jahren schon zum dritten Mal in Folge zum „Kitesurfer des Jahres“ gekürt worden. Auch Gruber ist in zwei Extremsportarten zuhause und das auf Weltklasseniveau. Im Sommer lässt er sich von seinem Drachen über die Wellen ziehen, im Winter durch den Schnee. Gruber ist auch als Snowkiter aktiv und erfolgreich: Regelmäßig ist er unter den Top 5 weltweit vertreten. Gruber musste sich gegen erfahrene Kitesurfer wie die Weltmeisterin Kristin Boese, Mario Rodwald, sowie Christian Brill und Nils Wesch durchsetzen.
„BMXer des Jahres 2011“ wurde in diesem Jahr ein „alter Hase“ aus dem Berliner BMX-Zirkus. Der 27-jährige Markus Braumann darf sich zum ersten Mal „BMXer des Jahres“ nennen. Der Gewinn der blauen Trophäe setzt einem weitestgehend tollem Jahr für Braumann alias Monkey die Krone auf. Ende des Jahres gab es für Braumann noch einen Tiefschlag: Er verletzte sich bei einem Fotoshooting an seinem Fuß, damit war seine Teilnahme an den Telekom Extreme Playgrounds in Berlin ausgeschlossen. Trotz dessen aber überzeugte er seine Fans und der Titel „BMXer des Jahres 2011“ spendet vielleicht auch ein wenig Trost und gibt Motivation für die kommende Saison! Monkey setzte sich gegen seine Kollegen Janek Wentzky, Daniel Tünte, Markus Reuss und Daniel Juchatz durch.
Bei den Mountainbikern konnte sich ein absoluter Newcomer durchsetzen. Der Downhill-Experte Jasper Jauch ist „Mountainbiker des Jahres 2011“. Er begeisterte in diesem Jahr die Mountainbikegemeinde mit seinem Fahrstil, seinen Erfolgen, seiner Lockerheit und vor allem mit seiner sympathischen und aufgeschlossenen Art! Jauch liebt seinen Sport und das merkt man! Daher trägt er zu Recht den Titel „Mountainbiker des Jahres 2011“, auch wenn seine Konkurrenten Marcus Klausmann, Felix Rosendahl, Amir Kabbani und Harriet Rücknagel sicherlich bereits mehr Erfolge einfahren konnten. Jauch fuhr in diesem Jahr immer vorne beim IXS Downhillcup mit und bestritt sogar sein erstes Weltcuprennen. Von dem 20-jährigen Hannoveraner wird man in den nächsten Jahren sicherlich noch eine Menge positives hören!
Roy Kittler war schon mehrmals im Rahmen der Action Sports Awards für den „Freeskier des Jahres“ nominiert, nun hat es endlich geklappt und Kittler darf sich „Freeskier des Jahres 2011“ nennen. Dass er sich diese Auszeichnung für das Jahr 2011 verdient hat, stellte er nicht nur mit seinem Gewinn bei der Deutschen Freeski Meisterschaft unter Beweis, sondern auch mit seinem Gewinn beim Kaunertal Opening sowie dem zweiten Platz beim European Freeski Open. Seine Konkurrenz bei der Wahl war alles andere als Laufkundschaft. Immerhin musste er sich gegen Flo Geyer, Kai Mahler, Sebastian Hannemann und Eva Walkner durchsetzen.
Ethan Morgan heißt der „Snowboarder des Jahres 2011“. Morgan wird als Young Gun unter den deutschen Snowboardprofis bezeichnet. Der junge Senkrechtstarter konnte sich im Voting gegen Vorjahressieger Elias Elhardt, Alex Tank, Basti Rittig und Steffi Hamann durchsetzen. Morgan hat ein tolles Jahr hinter sich: 2011 konnte er nicht nur die deutsche Fahne beim Air & Style in München hochhalten und dabei eine durchaus gute Figur machen, sondern tat er dies auch Anfang Dezember, als er als einziger Deutscher beim Air and Style in Peking an den Start ging. Diese Erfolge versprechen Großes und machen den halb Kanadier, halb Deutschen berechtigterweise zum „Snowboarder des Jahres 2011“.
Ein Kopf-an-Kopf-Rennen gab es in diesem Jahr erneut bei der Wahl zum „Skateboarder des Jahres 2011“. Dabei setzte sich der Deutsche Skateboarder Willow alias Christopher Wildgrube knapp gegen Danny Pham durch. Darüber hinaus konnte er den amtierenden Deutschen Meister Yannick Schall, sowie Louis Taubert und Alex Mizurov hinter sich lassen. Willow hat von dem Gewinn des Titels „Skateboarder des Jahres 2011“ erfahren, als er gerade mit seiner Frau auf dem Weg ins Krankenhaus war. Die beiden sind nun zum zweiten Mal Eltern geworden. Herzlichen Glückwunsch!
Im Wellenreiten holte sich erneut der Big Wave Surfer Sebastian Steudtner die Trophäe und wurde sicher auch wegen seines spektakulären Ritts auf einer 20 Meter hohen Welle zum „Surfer des Jahres 2011“ gekürt. Wie bereits im vergangenen Jahr konnte Steudtner im Voting mehr Stimmen als seine Konkurrenz um Marlon Lipke, Kira Groen, Nico von Rupp und Alexander Tesch sammeln. . Im Mai 2011 übergab Steudtner dem Kölner Sport und Olympia Museum zwei seiner Surfbretter, die dort künftig in der Dauerausstellung zu sehen sein sollen.
Der 32-jährige Freestyle Motocrosser Fabian Bauersachs ist wieder der einzige Gewinner, der vor 1980 geboren ist. Obwohl er unter anderem mit den Ackermann-Brüdern, Lukas Weis und Kai Haase überwiegend sehr junge und aufstrebende Konkurrenz hatte, konnte er sich bereits zum dritten Mal bei der Publikumswahl durchsetzen. Er darf sich jetzt wahrscheinlich zum letzten Mal „FMXer des Jahres“ nennen. Bauersachs möchte nach vielen erfolgreichen Jahren und gefeierten Erfolgen seine Profikarriere beenden und da ist der Titel „FMXer des Jahres 2011“ doch im wahrsten Sinne des Wortes der krönende Abschluss. Man soll aufhören wenn es am schönsten ist, auch wenn uns eine FMX-Welt ohne den Professor Fabian Bauersachs noch unvorstellbar erscheint.
Eine bunte Mischung aus Gewinnern machte die Action Sports Awards in diesem Jahr aus. Einige Sportler nahmen die blaue Trophäe bereits wiederholt entgegen, andere dagegen gingen eher als Außenseiter ins Rennen und ihr Sieg, welchen sie nur dem Publikumsvoting verdanken zu haben, überrascht die Fachwelt. Unsere Multitalente, die gleich in zwei Extremsportarten als Profis unterwegs sind, beeindrucken mit ihrem Facettenreichtum und zeigen, dass die Extremsportgemeinde immer weiter zusammenwächst und es zwischen all diesen Sportarten eine enge Verbindung gibt.













